Agile Transformation in einem Softwarehaus der Energiewirtschaft
2021 - 2022Eine klassisch aufgestellte Projektorganisation wird in autonome, cross-funktionale Teams überführt – und mit einer objektiven Technologieentscheidung für ein neues Cloud-Produkt zukunftsfähig gemacht. Ein Ansatz aus Begleitung, Workshops und dem Herausarbeiten praxistauglicher Best Practices.
In diesem Projekt wird ein etabliertes Softwarehaus begleitet, das Abrechnungs- und Fachlösungen für die Energie- und Versorgungswirtschaft entwickelt und vertreibt. Ausgangspunkt ist der Wunsch, schneller und passgenauer auf Kundenanforderungen reagieren zu können – und damit die Frage, wie sich Zusammenarbeit, Rollen und Verantwortung neu ordnen lassen.
Der Fokus der ersten Projektphase lag auf der Reorganisation der Teams rund um ein zentrales Softwareprodukt: weg von einer klassischen Projektorganisation, hin zu einer wertstromorientierten Matrixorganisation mit überwiegend autonomen, selbstorganisierten Teams, die alle notwendigen Fachlichkeiten und Prozesse abdecken. Die zentralen Herausforderungen – Koordination innerhalb und außerhalb der Teams, die Aneignung agiler Methoden und Prinzipien sowie der Kulturwandel selbst – werden auf zwei Ebenen adressiert: bei den Führungskräften und in den Teams.
Methodisch stützt sich das Vorgehen auf einen Rahmen aus agilem Mindset und passenden Frameworks wie Scrum und Kanban. Das Vorgehen ist nutzerzentriert, iterativ und workshopbasiert: In Kick-off-Workshops werden neue Strukturen und Rollen etabliert, anschließend werden die Teams in ihren ersten Iterationen begleitet – mit Moderationsunterstützung bei Planungen, Reviews und Retrospektiven sowie regelmäßiger Standortbestimmung. Über gemeinsam ausgewertete Retrospektiven entstehen konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige Weiterentwicklung.
In der zweiten Phase wird die strategische Weichenstellung für ein neues, cloud-basiertes Produkt begleitet. Hier entsteht eine objektive Gegenüberstellung möglicher Softwaretechnologien und Architekturen – mit ihren Chancen, Risiken, Vor- und Nachteilen. Kern ist eine gemeinsam erarbeitete, gewichtete Entscheidungsmatrix, die sich der Frage aus mehreren Dimensionen nähert: aktuelle Gegebenheiten und vorhandenes Know-how, strategische Ziele und Wirtschaftlichkeit. Das Ergebnis dient der Geschäftsleitung als belastbare Grundlage für eine tragfähige, langfristig wirksame Technologieentscheidung.
Im Projekt lag der Fokus auf der fachlichen Begleitung: in der Konzeption und Moderation der Workshops, im Coaching von Führungskräften und Teams sowie im Herausarbeiten praxistauglicher Best Practices für die neue Arbeitsweise.


